Was tun bei einem PSA-Rezidiv?

 

PSA-Anstieg nach Operation als Erst-Therapie

Wenn irgendwann nach einer Operation der PSA steigt und der PSA-Wert 0,2 ng/ml überstiegen hat, spricht man von einem PSA-Rezidiv.

Dann stellt sich die entscheidende Frage:

Ist dies nun ein sog. Lokalrezidiv (im Bereich der Prostataloge) oder ein systemisches Rezidiv (Metastasen) ???

PSA-Rezidiv - lokal oder systemisch? Was sagt die S3-Leitlinie?
PSA-Rezidiv – lokal oder systemisch.pdf
PDF-Dokument [141.6 KB]

Wenn ein Anhaltspunkt vorliegt, z.B. im OP-Befund ein (krebs-)positiver Schnittrand (R1),

ist zumindest die Wahrscheinlichkeit für ein Lokalrezidiv in der Prostataloge gegeben.

Wenn jedoch Lymphknoten krebsbefallen waren, dann ist eher wahrscheinlich eine systemische Erkrankung anzunehmen. Auch der Zeitpunkt und die Schnelligkeit des PSA-Anstieges sind also von Bedeutung (siehe oben)

 

Nach einer Operation als Ersttherapie wird  bei Vorliegen eines PSA-Rezidivs meistens eine Strahlentherapie empfohlen. Aber ohne einen Hinweis auf ein wahrscheinliches Lokalrezidiv oder bildgebende Diagnostik ist dies eine Bestrahlung auf Verdacht! Eine Mitbestrahlung der Lymphbahnen beinhaltet ein großes Riosiko, dass der Dünndarm strahlengeschädigt wird.

 

PSA-Anstieg nach Strahlentherapie als Erst-Therapie

Nach einer Strahlentherapie ist ein PSA-Rezidiv definiert, wenn der PSA-Wert um 2 ng/ml über den niedrigsten PSA-Wert (=PSA-Nadir) angestiegen ist.

 

Eine Operation nach Strahlentherapie ist mit hohen Risiken verbunden (Inkontinenz, Blutverlust u.a.) Daher wird oft eine einfache Hormonblockade empfohlen.

Aber auch hier ist nachweislich die Dreifache Hormonblockade besser wirksam!

 

Weitere Informationen über die Therapiemöglichkeiten bei PSA-Rezidiv finden Sie im nachfolgenden Dokument:

PSA-Rezidiv - was nun?
PSA-Rezidiv - Dreifache Hormonblockade.p[...]
PDF-Dokument [25.2 KB]

In den Erfahrungsberichten (siehe Menüpunkt ganz oben) finden  Sie auch zwei interessante Berichte zur Therapie nach PSA-Rezidiv