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Zukünftige Therapien

Neue Entwicklungen bei Immuntherapien und gezielten Gen-Therapien lassen hoffen!
Sie sind aber noch weit entfernt von einer regelhaften Anwendung.

 

Immuntheapie:

Bei Immuntherapien sind jedoch die Nebenwirkungen z.T. noch so stark, sodass diese nur als letzte Chance genutzt werden können.

Zugelassen ist hiervon noch keine Therapie, diese können somit auch nur im Rahmen von Studien oder als letzte Heilversuche angewandt werden.

 

PSMA-Therapie:

Eine gute Chance, zumindest Zeit zu gewinnen, ist die sog. PSMA-Therapie:
PSMA-617 als Träger, beladen mit radioaktivem Lutetium-177, wandert nach der Infusion zu allen PSMA-exprimierenden Zellen, das sind insbesondere alle Prostatakrebszellen - leider aber auch die Tränendrüsen und in die Speicheldrüsen.
Erste Anwendugen im DKFZ, Prof. Haberkorn und
in Frankfurt, Dr. Bergter, Nuklearmedizin, Uniklinik.

 

Olaparib:

Bei den sog. gezielten, personalisisierten Gen-Therapien ist eine Entwicklung im Gange, die große Hoffnungen aufkommen lässt (z.B. Olaparib bei veränderten BRCA-Genen)

Hier sind Therapien vor allem bei anderen krebsarten bereits zugelassen.
Prostatakrebs hängt hier leider noch weit zurück!
Erste Anwendungen bei Prof. Schlomm, Martini-Klinik, Hamburg

 

Deshalb gilt meine Empfehlung:
Zeitgewinn durch die Anwendung notfalls von Zytiga bzw. Xtandi und/oder Chemotherapien

(Taxotere, Cabazitaxel, siehe unter Rubrik Chemotherapien)

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wichtiger Hinweis:

Alle Betroffene, die bereits "austherapiert" sind, d.h. die zugelassenen Therapien wie Hormontherapie inclus. Zytiga und/oder Xtandi, Chemo mit Taxotere und Cabazitaxel durchgemacht haben, können zu Lasten der Krankenkassen weitere, selbstbestimmte, ärztlich angewandte Behandlungsoptionen nutzen, die auch nur eine Chance auf Besserung beinhalten!

Dies ist eine Legitimation auch für Ärzte!

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Es ist mit den Grundrechten aus Art. 2 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip und aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG nicht vereinbar, einen gesetzlich Krankenversicherten, für dessen lebensbedrohliche oder regelmäßig tödliche Erkrankung eine allgemein anerkannte, medizinischem Standard entsprechende Behandlung nicht zur Verfügung steht, von der Leistung einer von ihm gewählten, ärztlich angewandten Behandlungsmethode auszuschließen, wenn eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht.

Sog. Nikolaus-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 6.12.2005:

http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2005/12/rs20051206_1bvr034798.html